Architektur

Die Torfwiesenau eG ist satzungsgemäß besonderen städtebaulichen, ökologischen und sozialen Kriterien verpflichtet. Das spiegelt sich auch in der Baukonzeption und Architektur wider. Die Architektin Viktoria Rose und die Baugemeinschaft „Torfwiesenau“ (Projektentwickler conplan) wurden für den Bau des Wohnprojekts mit einem Sonderpreis im Rahmen des Klimapakt Wettbewerbs 2011 des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet.

 

 

 

 

 

 

Das Wohnprojekt wurde als Neubau auf dem Grundstück der gleichnamigen Torfwiesenau, am Feldrain von Neu-Heikendorf 2010-2011 gebaut. Es weist u.a. ein 30WE, Gemeinschaftshaus, mit Energiezenntrale, Pellet und Photovoltaikanlage, gemeinschaftliche Grünanlagen mit Regenwasserteichen, Gärten und zwei größere naturnahe Ausgleichsflächen auf.

Das Grundstück wird im Norden und Osten von einem Bachlauf begrenzt. Die Süd- und Westgrenze bildet ein Knick. Südlich grenzt ein Spazierweg an das Grundstück. Diesem folgend kommt man in knapp 30 Minuten zu Fuß durch Wiesen und Wald zum Heikendorfer Strand bzw. zum Segler- und Fischereihafen. Mit dem Radel geht's noch schneller in nur 10 Min. Die vier nach ökologischen Kriterien neu gebauten Mehrfamilien-Wohnhäuser und das Gemeinschaftshaus sind durch Sandwege miteinander verbunden. Die Parkflächen bestehen aus Schotterrasen. Wir sind dabei, unseren „Dorfplatz“ zu begrünen und zu gestalten, es gibt Platz zum Spielen, Grillen oder auch Gärtnern – vielleicht später auch eine kleine Werkstatt. Direkt neben unserem Wohnprojekt befindet sich eine Kita, in der auch unsere Kleinen betreut werden.

Das Erscheinungsbild der modernen, nach Niedrigenergiestandards gebauten Mehrfamilien-Wohnhäuser bestimmt den Gesamteindruck des Wohnprojektes massgeblich. Es wird Wert auf ein stimmiges Gesamtbild gelegt, dass sich in die Landschaft einfügt und als zusammenhängende Siedlungseinheit erkennbar ist. Die äußere Erscheinung der elipsenförmig angelegten Häuser - mit dem Gemeinschaftshaus in der Mitte - entspricht dem in den verbauten Materialien und in der Farbgebung. Die Dächer der Kellerersatzräume neben den Häusern sind als Grasdächer angelegt, die in Eigenleistung erstellt wurden.


Die Gemeinschaftsflächen bilden die direkte Wohnumgebung.  Sie werden nach nachhaltigen ökologischen Kriterien gestaltet und sollen das soziale Zusammenleben und Wohlbefinden der Einzelnen fördern. Alle haben sollen die Möglichkeit haben, sie gleichermaßen zu nutzen. Um einen offenen und grosszügigen Eindruck zu vermitteln und soziale Kontakte zu erleichtern, wird auf Grenzen und Zäune so weit wie möglich verzichtet. Sichtschutz und optische Unterbrechungen werden durch Pflanzen oder Berankungen gewährleistet. Der zentrale 'Dorfplatz' - der soziale Mittelpunkt der Siedlung (neben dem Gemeinschaftshaus) wird als begrünter Platz der Begegnung und der Spielmöglichkeiten für die Kinder ausgebaut.

 

Energieversorgung

Die Nachhaltigkeit ist uns für unser Zusammenleben ein großes Anliegen. In langen Diskussionen um unser Engergiekonzept mußten wir leider dem gesetzten Gesamtkostenrahmen von 2.000,- € pro qm Tribut zollen und auf Erdwärme als Energiequelle verzichten. Obwohl ideal fürs Gelände, hätte sie unseren Geldrahmen bei weitem gesprengt. Die Gebäude entsprechen dem Standard eines KfW- Energieeffizienzhauses 70 (KfW 70-Standard, spezielle Dämmung, Dreifachverglasung). Dieser Standard in Verbindung mit einer zentralen Holzpelletheizung im Gemeinschaftshaus, welche auf sehr niedriger Vorlauftemperatur läuft, macht niedrige Nebenkosten möglich. 

Ergänzend haben Einige von uns eine Photovoltaik-Anlage zur Stromgewinnung auf dem Dach des Gemeinschaftshaus auf eigene Kosten installieren lassen, die ihren Strom in das Netz einspeist und auch der Eigenversorgung der TWAler dient.